Im letzten Beitrag haben wir Ihnen unseren neuen 3D-Scanner vorgestellt. Heute geht es um das, was danach passiert: die Auswertung.
Der TRIOS 6 erfasst nicht nur Weißlicht, sondern zusätzlich Fluoreszenz und Nahinfrarot. Die Auswertungssoftware heißt Dx Plus und arbeitet ausschließlich mit Scans dieses Geräts.
Licht, das durch den Schmelz geht
Nahinfrarot, kurz NIRI, durchdringt den Zahnschmelz und macht Veränderungen in der Zahnsubstanz sichtbar, die eine normale Farbkamera nicht zeigt. Interessant wird das vor allem bei Karies in den Zahnzwischenräumen, solange noch kein Loch entstanden ist, und bei beginnenden Entkalkungen des Schmelzes.
Eine Einschränkung gehört dazu: Wie tief eine Läsion reicht und ob das Dentin beteiligt ist, lässt sich im Nahinfrarotbild nur begrenzt beurteilen. Die Bissflügelaufnahme ersetzt das Verfahren also nicht, es ergänzt sie
Farben statt Fachbegriffe
Was die KI erkennt, markiert sie farblich: Karies an der Zahnoberfläche in Rot bis Gelb, Zahnverschleiß gelb, freiliegendes Dentin rot. Beim Zahnfleischrückgang zeigt die Software an, um wie viele Millimeter sich das Zahnfleisch zurückgezogen hat. Auch Zahnbelag erkennt sie und färbt ihn violett ein, ähnlich wie die bekannten Färbemittel, nur ohne lila Zunge für den Rest des Tages.
Der Blick auf den Verlauf
Weil wir mehrere Scans nebeneinanderlegen können, lässt sich verfolgen, ob und wo sich etwas verändert hat. Auffällige Stellen dokumentieren wir und behalten sie im Auge, statt vorschnell zu behandeln. Die Diagnose stellen weiterhin wir. Die Technik liefert uns dafür eine zweite Einschätzung und Ihnen ein Bild, auf dem Sie selbst sehen, worum es geht.





