Analoge und digitale Abformung

Wenn der Zahnarzt früher einen Gebissabdruck anfertigen wollte, wurde eine tatsächliche Abformung des Kiefers angefertigt. In der modernen Zahnheilkunde wird der Gebissabdruck mittels Intraoralscanner digital und abdruckfrei erstellt. Erfahren Sie hier, warum eine Abformung durchgeführt wird und welche Möglichkeiten heute das Verfahren konsequent verbessern und angenehmer machen.

Weswegen wird eine Abformung erstellt?

Jede zahntechnische oder kieferorthopädische Behandlung beginnt mit einer Abformung. Mit einer Abformung lassen sich Zahnersatz, Inlays, Aufbissschienen oder Geräte zur kieferorthopädischen Behandlung anfertigen, um Zahn- oder Kiefererkrankungen sowie Fehlstellungen oder Defekte zu behandeln. Man unterscheidet zwischen zwei Verfahren, mit denen Zahnärzte eine Abformung erstellen. Früher – bei der analogen Abformung – mussten Menschen ihren Mund weit öffnen, damit sie auf einen sperrigen Löffel, auf dem die Abdruckmasse aufgetragen war, beißen konnten. Dann hieß es fest zubeißen und mehrere Minuten so verharren, ehe der Gebissabdruck geformt war. Im Vergleich zur digitalen Abformung, die den gleichen Zweck erfüllt, hat das analoge Verfahren Nachteile.

Der Biss in die Abformmasse: Nachteile analoger Abformung

Die analoge Abformung und Herstellung eines Gebissabdrucks stellt gerade für Kinder ein Problem dar, die bei der Prozedur eine Würgereiz bekommen können. Das gilt auch für Erwachsene. Ein weiterer Nachteil der Abformung mittels Abdruckmasse liegt in seiner Herstellung. Denn um eine Abformung zu erhalten, auf dessen Grundlage sich Zahnersatz, Inlays oder Aufbissschienen herstellen lassen, muss in einem ersten Schritt ein Gipsabdruck angefertigt werden. Dieser kann Fehler aufweisen, die erst nach der Herstellung des Gipsmodells ersichtlich werden. Der Patient muss dann ein weiteres Mal den Vorgang durchführen. Bei der digitalen Abformung mittels Intraoralscanner entfallen diese Nachteile gänzlich.

Abdruckfrei dank Intraoralscanner

Bei der digitalen und zeitgemäßen Abformung der Zähne und des Kiefers mittels Intraoralscanner entfällt der von vielen Menschen als unangenehm empfundene Biss in die Abformmasse. Der Intraoralscanner arbeitet kontaktlos, erfasst mit einer Kamera die Zahnreihen und setzt aus den vielen Bildern eine digitale Abformung des Mundraums zusammen. Aus diesen Daten entstehen sogenannte Punktwolken in universellem ASCII-Format, die auf einem Monitor als dreidimensionales Modell abgebildet werden. Für die Abformung wird nur ein kleines Handstück an den Zähnen vorbeigeführt.

Vorteile des Intraoralscanners

Neben dem bereits erwähnten Wegfall des Bisses in die Abformmasse, bietet die digitale Abformung durch einen Intraoralscanner weitere Vorteile für die Patienten und letztendlich für die Behandelnden. So kann bereits während der Durchführung des Scans die digitale Abformung begutachtet und mögliche Fehler bei der Aufnahme korrigiert werden. Ferner ist das Produkt des Scans ein digitales Abbild, das nicht mehr mit der Post in ein Zahnlabor geschickt werden muss: Die digitalen Datensätze können sofort in ein CAD-Modell überführt, visualisiert und gespeichert werden. Das ist gerade dann von Vorteil, wenn Kiefererkrankungen oder Fehlstellungen untersucht werden und eine Kontrolle der Maßnahmen abgebildet werden soll. Letztlich bedeutet der Einsatz eines Intraoralscanners nicht nur eine Arbeitserleichterung, sondern auch eine Zeitersparnis. Denn ein Scan ist binnen wenigen Minuten erledigt.

Müssen Patienten bei einer digitalen Abformung zuzahlen?

Ja, in den meisten Fällen stellte die Behandlung mit einem Intraoralscanner eine Privatleistung dar. Sprechen Sie uns gerne an und stellen Sie uns Ihre Fragen rund um die digitale Abformung, die wir in Geilenkirchen als abdruckfreie Zahnarztpraxis anbieten.

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