Antibiotika beim Zahnarzt: Endokarditis-Prophylaxe

Die Endokarditis ist eine Entzündung der Herzinnenhaut, die durch diverse Prozesse auftreten kann und die besonders auch die Herzklappen betrifft. Doch was passiert genau bei einer Endokarditis und was hat das mit den Zähnen zu tun?

Wie entsteht eine Endokarditis?

Durch gewisse Eintrittspforten wie die Mundhöhle, die Harnwege oder den Gastrointestinaltrakt kann es zu einer Bakteriämie kommen, was bedeutet, dass eine erhöhte Bakterienkonzentration im Blut zirkuliert. Diese Pforten können durch bestimmte Behandlungen, aber auch etwa eine professionelle Zahnreinigung geöffnet werden. Mikroorganismen oder Mikrothromben können sich an den Gefäßinnenwänden anlagern, vor allem, wenn die Innenwand der Gefäße möglicherweise schon vorbestehende Schädigungen aufweist. So entstehen Biofilme, die an der Herzinnenhaut, die den Herzmuskel vom Innenraum des Herzens trennt, anhaften. Die Folge ist eine Entzündung, die auch den Herzmuskel betreffen kann und damit die gesunde Herzfunktion beeinträchtigen kann.

Prophylaxe durch Antibiotikum

In der zahnärztlichen Praxis legen wir hierbei ein besonderes Augenmerk auf Patienten, die bereits eine Endokarditis durchgemacht haben oder solche mit Herzklappenersatz, angeborenen Herzfehlern oder mit transplantiertem Herzen. Sie sollten vor bestimmten Behandlungen eine medikamentöse Prophylaxe in Form eines Antibiotikums als single-dose einnehmen.

Sie haben Fragen zu diesem Thema?

Sprechen Sie uns gerne an und stellen Sie uns Ihre Fragen hinsichtlich der Endokarditis-Prophylaxe oder Antibiotika in der Zahnbehandlung. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

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